 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
|
|
Züchter sind eine ganz besondere Art Menschen
|
|
|
Genau wie bei den Tierärzten möchten wir auch nicht alle Züchter in einen Topf werfen, aber auch hier mussten wir leider unliebsame Erfahrungen machen. Sicher kann man sich darüber streiten, ob es überhaupt ratsam ist, Katzen bei einem Züchter zu erwerben, wo es doch so viele arme Kreaturen in den Tierheimen gibt. Wenn man aber, wie wir, sein Herz an eine bestimmte Rasse verloren hat, .......
Es begann schon vor 25 Jahren mit meiner allerersten Katze Minka, einer Perser. Ich hatte mir bei einer Züchterin, Frau T., einen kleinen roten Kater ausgesucht, der aber noch ein 2 Wochen bei der Züchterin bleiben musste bis er dann 12 Wochen alt war. Die Tatsache, dass die Zuchtkatzen und der Kater im ersten Stock in zwingerartigen Käfigen untergebracht waren, machte mich damals, unerfahren wie ich war, noch nicht stutzig. Ich freute mich unbändig und hatte pünktlich zum Abholtermin jedes nur denkbare Katzenzubehör angeschafft. Bei der Ankunft bei der Züchterin zog diese ein langes Gesicht und meinte, sie könne mir den Kater leider nicht mitgeben, da er krank sei und vermutlich nicht überleben würde. Das Kerlchen sah zum Erbarmen aus, war es doch nur halb so groß wie seine Geschwister. Frau T. bot mir aber an, ein Kätzchen aus dem selben Wurf zu nehmen, dass sie eigentlich selbst für die Zucht behalten wollte. Nach kurzer Überlegung entschloss ich mich dann auch, die süße Maus mitzunehmen. Dann wurde Minka mühsam eingefangen, da sie nach Aussage der Züchterin keine Menschen gewohnt sei, da nur die Katzen, die weiterverkauft würden, Zugang zum Wohnbereich hätten. Die anderen, für die Zucht vorgesehenen Tierchen blieben oben im Katzenzimmer. Ich hatte dann meine scheue Minka im Korb und wollte mich gerade verabschieden, als Frau T. meinte, ich könne sie ja erstmal mitnehmen und, wenn das Katerchen doch noch gesund würde, wieder umtauschen. Da blieb mir dann die Spucke weg und ich habe ihr gesagt, dass ein Tier für mich keine Sache ist und auf gar keinen Fall umgetauscht wird. Wenn sie einmal bei mir sei, dann bliebe sie auch dort. Gesagt getan. Nach wenigen Tagen stellte ich fest, dass Minka in ihrem dichten Fell über und über mit Flohkot übersät war. Ich rief sofort die Züchterin an. die sich entschuldigte und mir riet, sofort einen Tierarzt aufzusuchen, da in ihrer Zucht auch Bandwürmer festgestellt würden. So war es denn auch bei Minka, ich hatte für mein Geld eine ganze Menge verschiedener Tierchen bekommen. Na jedenfalls ist Minka eine ganz liebe, verschmuste und zutrauliche Katze geworden und hat mein Leben 14 Jahre lang bereichert. Durch Zufall ist ein Kollege an die selbe Züchterin geraten und hatte sich ebenfalls ein Katerchen ausgesucht. Auch er hat dieses Tierchen nicht bekommen, weil es vorher so stark verletzt wurde, dass es gestorben ist. Der kleine Enkelsohn von Frau T. hatte sich im Katzenzimmer aufgehalten und war aus Versehen auf das Katzenwürmchen getreten. Der Kollege hat sich dann zum Glück an eine andere Züchterin gewandt. Nur nebenbei, diese Züchterin hatte eine Zuchtkatze, deren Zunge nicht in das kleine Mäulchen passte, sondern immer draußen hing. Die Frage, ob das Tier krank sei, beantwortete sie mit den Worten "Nein, das Mäulchen ist aufgrund des flachen Gesichtes zu klein um die Zunge komplett aufzunehmen. Aber sie wirft unwahrscheinlich schöne Jungtiere." Das muss ich wohl nicht kommentieren.
Die Züchterin von Mandy und Gismo, nennen wir sie mal Frau H., machte anfangs noch einen guten Eindruck. Alle Katzen, ob groß oder klein, hielten sich in ihrem Wohnbereich auf und wurden nach Strich und Faden verhätschelt. Anders sah es da schon aus, als wir Donny bei ihr erwarben. Im Wohnbereich waren nur noch erwachsene Katzen, die Mütter mit ihren Babies waren in ein kleines separates Zimmer ausquartiert worden. Auf ca. 12-15 qm tummelten sich nun 4 Mütter mit ihren Würfen in unterschiedlichem Alter. Man konnte kaum einen Schritt machen, ohne Gefahr zu laufen, auf eines der Kleinen zu treten. Der kleine Donny setzte sich einfach auf meinen Schoß und sah uns an, als wolle er sagen "Los, abfahren!" Er war so zierlich und sah so zerbrechlich aus, da konnten wir nicht anders. Frau H. meinte dann noch, er habe einen Nabelbruch gehabt, der aber erfolgreich operiert worden war. Sie bekäme allerdings nichts an ihn dran, er nähme einfach nicht zu, also machte sie uns einen Sonderpreis, auch weil wir ja sozusagen Stammkunden waren. Meine Frage, ob das Kerlchen krank sei, beantwortete sie mit einem stummen Kopfschütteln. Sicher, jeder wird nun sagen, diesen Kater hätten wir nicht kaufen sollen, Mitleid ist selten ein guter Berater. Aber, Donny hatte unsere Herzen im Sturm erobert. Was uns Frau H. wissentlich oder auch unwissentlich verschwiegen hatte, war die Tatsache, dass Donny einen angeborenen Herzfehler hatte. Er verstarb im Alter von nur 3 Jahren.
Nino's Züchterin, Frau O., machte eigentlich, genau wie ihre Katzen auch, einen guten Eindruck. Aus Sorge um ihren Nachwuchs bestand sie, als fürsorgliche Züchterin, darauf den kleinen Kerl selbst zu uns nach Hause zu bringen. Seine erste Begegnung mit Mandy und Gismo verlief ohne Probleme, so dass Frau O. und ihr Freund uns beruhigt verließen. Wenige Tage später mussten wir feststellen, dass diese Hauslieferung auch Katzenschnupfen umfasste. In der Folge dieser Erkrankung verloren wir unseren Gismo (mehr dazu siehe auf der Seite "Tierärzte"). Die Einschaltung des Züchterverbandes, eines Rechtsanwaltes und des Kreisveterinäramtes brachte rein gar nichts. Wir mussten erfahren, dass die Zucht mit infizierten Muttertieren, die ja lebenslänglich Überträger dieser Krankheit sind, nicht verboten ist. Ja, man darf sogar mit solchen Tieren auf Ausstellungen gehen. Das Veterinärmat befand die Zucht als sauber und artgerecht, und der Züchterverband wies mich lediglich darauf hin, wie tief erschüttert Frau O. über unseren Verlust sei. Angemerkt sei noch, dass Frau O. den Kaufvertrag und auch den Stammbaum eigenhändig, allerdings mit unterschiedlichen Schriftzügen, unterschrieben hat.
Auch an Tommy's Züchterin, Frau Sch., gab es augenscheinlich nichts auszusetzen. Die Tiere lebten allesamt mit im Wohnbereich und fühlten sich wohl. Als sich bei der Kastration herausstellte, dass nur ein Hoden am richtigen Platz war, stritt Frau Sch. sofort ab, davon gewusst zu haben. Dennoch zahlte sie die Mehrkosten, die durch die Operation gegenüber einer normalen Kastration entstanden waren. Die weitreichenden Folgen der Unkenntnis oder besser gesagt Verschwiegenheit von Frau Sch. haben wir auf der Seite "Tierärzte" beschrieben. Übrigens hatte Tommy's Züchterin damals angekündigt, dass keiner ihrer Kater mehr das Haus verlassen würde, ohne eine tierärztliche Bescheinigung, dass beide Hoden abgwandert seien. Sicher müssen wir nicht betonen, dass dazu auf ihrer Homepage bis heute jeder Hinweis fehlt.
Von Monty's Züchterin, Frau Novotny, die uns freundlicherweise auch seine Babyfotos zur Verfügung gestellt hat, erfuhren wir dann auch, dass schon bei der ersten Impfung kontrolliert wird, ob bei den Katerchen beide Hoden an Ort und Stelle sind. Im Alter von 3 Monaten dann, ist das sogar mit bloßem Auge zu erkennen.
|
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |