Tommy 21.10.2002 bis 13.05.2010



Als wir dich kennen lernten, warst Du der frechste und quirligste unter deinen Geschwistern, einfach ein wilder Feger. Um dich mit nach Hause zu nehmen, mussten wir dich aus einem ganzen Knäuel kleiner Katzenkinder entwirren.
Das Leben mit dir war nie einfach, wir hatten manche scharfe Klippe zu umschiffen, das weißt du selbst am besten. Aber, alles war niemals deine Schuld - Menschenwerk.
Erinnerst du dich, wie du im Alter von 3 Monaten vom Balkon auf ein Baugerüst entwischt bist, wo dich Herrchen in luftiger Höhe verfolgen und wieder einfangen musste? Das war ein großer Spaß für dich.
Denk nur an all die Pflanzen, die deinetwegen aussahen, als sei eine Heerschar von Raupen über sie hergefallen.
Nichts war vor dir sicher, du warst der Chef im Ring. Wir haben schnell gelernt, dass du dir nichts verbieten lässt und alles dir gehört. Dein katzenuntypischer schriller Warnton tönt uns sicher für immer im Ohr.
Man konnte dich nur lieben, du hast nichts Unrechtes getan. Nino, Kimba und vor allem Monty haben ihr großes Vorbild, ihren Macher, für immer verloren.
Hättest du nicht immer den Starken gespielt, hätten wir sicher eher gemerkt, dass es dir gar nicht so gut ging. Erst, als du rasant an Gewicht verloren hast, merkten wir,dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Die Diagnose, die wir erhielten, war niederschmetternd- Niereninsuffizienz. Sofort stand fest, dass du nicht mehr alt werden würdest. Wir haben dir deine letzten Wochen so angenehm wie möglich gestaltet und alles Menschen mögliche versucht, mit Dir den aussichtslosen Kampf gegen das Versagen deiner Nieren und damit deiner inneren Vergiftung zu gewinnen, und natürlich verloren. Bald warst du nur noch ein Schatten deiner selbst, aber mit einem eisernen Willen zu überleben. Bis zum Schluss hast du nicht aufgegeben und immer versucht, uns zu zeigen, wie stark du immer noch bist. Obwohl du versucht hast, deine Schwächen durch katerhafte Tapferkeit und deine üblichen Clownereien zu überspielen, haben wir doch gesehen, dass du nicht mehr klettern und springen konntest...
Schließlich kam der Tag, vor dem wir uns so gefürchtet haben. Du mochtest nicht mehr fressen und hast aufgegeben. Uns blieb nur noch, dir deinen letzten Weg ohne großes Leiden zu ebnen. Ein letztes Mal in deine großen runden Augen sehen und deine weiche Stirn küssen, dann warst du fort.
Ach Puhbär, wenn Du wüsstest, wie sehr Du uns von der ersten Sekunde an fehlst....
Schlafe gut, kleiner Schatz. Hinter der Regenbogenbrücke erwartet dich duftendes hohes Gras, in dem du gemütlich in der Sonne liegen kannst.
Mach's gut, dicker flauschiger Teddybär.